Montag, 6. Februar 2017

Das tote Mädchen (Rezension)


Titel: Das tote Mädchen

Autor: Steven James 

Verlag: cbt

Seiten: 384

Preis: 9,99€ (Taschenbuch)

ISBN: 978 3570310076

zum Buch



Der Inhalt (kopiert von der Verlagsseite):

Als ein totes Mädchen im Lake Algonquin gefunden wird, glaubt der 16-jährige Daniel, wie alle anderen auch, dass seine zwei Jahre jüngere Mitschülerin Emily durch einen tragischen Unfall ums Leben kam. Doch bei ihrer Beerdigung hat er eine Vision von ihr, wie sie ihn um Hilfe bittet. Daniel glaubt, dass sie ermordet wurde. Doch keiner will ihm glauben. Es fällt Daniel immer schwerer, zwischen seinen Visionen und der Realität zu unterscheiden. Doch er muss den wahren Killer stellen, bevor dieser wieder tötet ...


Meine Meinung:

Zuerst einmal danke an das Bloggerportal ( Random House ) für die Bereitstellung dieses Buches als Rezensionsexemplar.
Ich habe das Buch nur angefragt, da ich es bei einem anderen Buchblogger gesehen hatte und wusste gar nicht, was mich erwartet, als ich angefangen habe, es zu lesen. Aber schon das Cover konnte mich sehr überzeugen und ich finde, dass es gut zum Buch passt, ohne zu viel zu verraten, und wirklich schön und ein Blickfang ist. 

Leider hat mich der Schreibstil von Anfang an nicht wirklich mitreißen können, da ich oft das Gefühl hatte, einfach nur aneinandergereihte Sätze zu lesen, was dem Lesen etwas den Fluss genommen hat. Trotzdem fiel es mir schwer, das Buch überhaupt aus der Hand zu legen. Zwar war es die meiste Zeit (insbesondere die ersten 2/3) über nicht richtig spannend - und eigentlich auch nicht sonderlich gruselig - aber wenn ich abends in meinem Bett lag und das Buch weggelegt habe, um zu schlafen, war mir schon etwas mulmig zumute. Jedoch bin ich da wahrscheinlich auch relativ empfindlich. Es hatte die ganze Zeit etwas an sich, dass mich dazu gebracht hat, nicht aufhören wollen zu lesen, ohne dass es mich total gefesselt hat. 
Etwas anderes, was mich am Anfang etwas gestört hat, waren die einzelnen Personen.
Zwar waren alle ganz nett und hatten ihre eigene Rolle im Buch, aber sie waren nichts besonderes. Über Daniel wusste man zwar schon ein bisschen was, aber insbesondere die anderen Figuren waren für mich relativ clichehaft und angreifbar.


Generell fand ich jedoch die Idee der Geschichte wirklich gut und obwohl ich anfangs dachte, dass die Geschichte doch etwas 08/15  werde, konnte sie mich vom Gegenteil überzeugen, auch wenn mir in einigen Situationen die Vorstellungskraft ein bisschen gefehlt hat, was eventuell auch wieder an dem relativ umbildlichen Schreibstil liegen könnte. Und insbesondere die Auflösung am Ende hat mir wirklich gut gefallen. Der eine Teil war ziemlich unerwartet und ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, auch wenn ich es fast ein bisschen aus der Luft gegriffen und mit wenig Erklärung und Tiefgang dahinter fand. Und ein anderer Teil, der sich gegen Ende des Buches aufklärt, hat mich total geflasht und konnte mich wirklich begeistern. 


Insgesamt kann ich das Buch wirklich empfehlen, auch wenn ich nicht so ganz weiß, in welches Genre ich es einordnen würde - Es ist eine Mischung aus Jugendbuch und Thriller mit einem Schuss Mystery - aber das ist auch gar nicht schlimm. Ich gebe ihm 4/5 Sterne.

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