Sonntag, 24. November 2019

Sanfter Entführer [Rezension]

Über das Buch*

Titel: Sanfter Entführer
Autorin: Gabriella Queen
Seiten: 343 Seiten
ISBN: 978-1704672366
Preis: 12,99€ (Taschenbuch), 0,00€ bei Kindle Unlimited
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*Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten, trotzdem ist dies natürlich meine persönliche, ganz ehrliche Meinung

Klappentext

Statt einem seriösen Bürojob nachzugehen, verkauft Randy seine getragenen Slips gewinnbringend auf Fetischseiten, und obwohl er Frauen datet, denkt er an Männer. Weil er seine Eltern nicht enttäuschen will, verdrängt er die dunklen Gedanken und balanciert auf der schmalen Kante zwischen Tabu und Normalität. Bis das Angebot einer Internetseite namens Bad Dreams ihn ins Wanken bringt. Die Betreiber versprechen: Wir erfüllen deine geheimsten Wünsche.

Etwas zu viel Neugier, dreihundert Dollar und ein paar Klicks sind der Beginn eines gefährlichen Spiels, bei dem Randy nicht nur sein Herz zu verlieren droht.


Meine Meinung

Als ich den Klappentext zum ersten Mal gelesen habe war mein erster Gedanke: „Oha. Krass. Will ich sowas lesen?“ 
Mein zweiter Gedanke folgte sofort: „Jaaa!“
Und ich habe es nicht bereut!
In „Sanfter Entführer“ wird die ganz besondere Geschichte von Randy und Varo erzählt. 
Randy hat dunkle Fantasien, träumt davon, nachts im Park überwältigt zu werden. 
Und ein ganz bestimmter junger Mann auf der Seite „Bad Dreams“ scheint im diesen Traum erfüllen zu können.
Zunächst ist es ein Geschäft. Jedoch wird bald mehr daraus. Viel mehr. 

In „Sanfter Entführer“ geht es weder nur um dunkle Sexfantasien und schmutzige Sexszenen. 
Noch gaukelt das Buch uns die schöne heile Welt vor 
Es ist überraschend realistisch und die Charaktere sind nachvollziehbar. 


Wie in Triggerwarnung (sowas finde ich ja immer super!) erwähnt, geht Gabriella Queen mit den Themen in diesem Buch absolut sensibel um.

Randy und Varos Geschichte ist spannend, intensiv, echt und alles andere als 08/15. Und bringt die ein oder andere Wendung, mit der ich so auf diese Weise nicht gerechnet hätte. 

Das allerersten, was mir jedoch aufgefallen ist, ist Gabriella Queens Schreibstil, der mir unglaublich gut gefallen hat. Sie konnte mit abwechslungsreicher Wortwahl und einer zum Buch absolut passenden Sprache, die sehr flüssig zu lesen ist und trotzdem ein besonderes Etwas hat, punkten.

Nachdem ich die ersten etwa 70 Seiten an einem Abend gelesen habe und schon dem nachten Tag entgegengefiebert habe, an dem ich es dann weiterlesen würde können, habe ich die restlichen gut 250 Seiten dann in einem Rutsch durchgelesen, nach jedem Kapitel den Gedanken „ach, ein Kapitel geht noch.“ Ich wollte es einfach nicht aus der Hand legen.

Um das Buch rundum perfekt (für mich ganz persönlich, denn das ist etwas, was ich selbst einfach gerne mag, aber nicht für jeden gelten muss), hätte die Geschichte noch ein klitzekleines bisschen emotionaler und „süßer“ sein können, insbesondere am Ende - ich glaube nicht, dass das der allgemeinen Stimmung und Message einen Abbruch getan hatte.

„Sanfter Entführer“ ist eine schöne, kurzweilige und außergewöhnliche Geschichte, die ich jedem, den der Klappentext anspricht empfehlen möchte. Es war auf jeden Fall nicht mein letztes Buch der Autoren und ich bin sehr froh, trotz kurzer Zweifel am Anfang mich dazu entschlossen zu haben, es zu lesen.


Außerdem ist das Buch, was ich an dieser Stelle nochmal erwähnen möchte, für mich wirklich ein kleines Selfpublisher-Highlight. Das Buch an sich (fühlt super schön an), das Layout und auch die Geschichte selbst bezüglich Inhalt und insbesondere Sprache und Rechtschreibung etc ist allererste Klasse und steht einem Buch aus einem großen Verlag in keinster Weise nach und das ist ja nicht immer der Fall.

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